Es beginnt meist unscheinbar. Am Montag hustet ein Kollege, am Mittwoch fehlt der Erste, am Freitag sind es drei. In einem Konzern fällt das kaum auf. In einem Betrieb mit zehn oder zwanzig Mitarbeitern verschiebt es die ganze Woche.
Der Krankenstand im Winter ist für Inhaber kleiner Betriebe deshalb kein abstraktes Thema. Erkältungskrankheiten gehören laut den Auswertungen der Krankenkassen seit Jahren zu den häufigsten Gründen für Krankmeldungen, und die Wellen erreichen meist im Januar und Februar ihren Höhepunkt. Die gute Nachricht: Sie können als Inhaber einiges tun, damit Ihr Team gut durch diese Monate kommt. Vieles davon kostet nichts.
Warum der Krankenstand im Winter steigt
Im Winter kommen mehrere Dinge zusammen. Wir verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen, eng beieinander, bei trockener Heizungsluft. Das Tageslicht ist knapp, viele fahren im Dunkeln zur Arbeit und im Dunkeln wieder nach Hause. Dazu kommen Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte und der Jahresendspurt, in dem bei vielen die Nächte kürzer und die Tage voller werden.
Für Ihren Betrieb heißt das: Die Monate bis März sind die Zeit, in der Ihr Team am stärksten gefordert ist und gleichzeitig am wenigsten Reserven hat.
Fünf Maßnahmen, die jeder Betrieb sofort umsetzen kann
Regelmäßig lüften. Mehrmals am Tag für einige Minuten die Fenster weit öffnen bringt frische Luft in Büro, Werkstatt und Pausenraum. Am besten wird es zur festen Gewohnheit, etwa zu jeder vollen Stunde.
Hygiene leicht machen. Seife, Handtuchspender und Desinfektionsmittel dort, wo alle vorbeikommen. Eigene Tassen statt Gemeinschaftsgeschirr. Je einfacher es ist, desto eher machen alle mit.
Kranke nach Hause schicken. Wer mit Fieber zur Arbeit kommt, zeigt Einsatz und steckt im schlimmsten Fall das halbe Team an. Machen Sie klar, dass Auskurieren erwünscht ist, und gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran.
Tageslicht und Bewegung in die Pausen holen. Ein kurzer Gang an der frischen Luft in der Mittagspause, die Treppe statt dem Aufzug, ein paar Minuten am Fenster. Gerade in den dunklen Monaten tut das gut.
Feierabend respektieren. Erholung braucht Schlaf und freie Abende. Wer abends noch Mails beantwortet und am Wochenende erreichbar sein muss, startet müde in die nächste Woche.
Warum gute Vorsätze im Winter oft versanden
Kennen Sie das? Im November hängt der Lüftungsplan an der Tür, im Januar denkt keiner mehr daran. Das liegt nicht an Ihrem Team. Die meisten dieser Maßnahmen hängen davon ab, dass jeder Einzelne im richtigen Moment daran denkt, und zwar mitten in einem vollen Arbeitstag. Genau das klappt im Alltag selten dauerhaft.
Was wirklich bleibt, ist das, was fest im Arbeitstag verankert ist und für alle gleich gilt. So wie die Kaffeepause, über die niemand nachdenken muss.
Die 2×8-Minuten-Routine: Energie, die fest zum Arbeitstag gehört
Genau hier setzt die 2×8-Minuten-Routine an. Zweimal am Tag legt sich jeder Mitarbeiter für acht Minuten in einem ruhigen Raum hin, ganz einfach in einer kurzen Pause. Danach geht es zurück an die Arbeit. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein kleiner Raum mit einer Liege und einem Beistelltisch.
Was die Routine von den Maßnahmen oben unterscheidet: Sie ist keine Frage der Willenskraft. Sie hat feste Zeiten, sie gilt für das ganze Team, und nach der persönlichen Einweisung fügt sie sich von selbst in den Arbeitstag ein. Während Lüften und Hygiene vor allem das Umfeld betreffen, setzt die Routine bei den Menschen selbst an: bei der Energie, mit der Ihr Team durch den Tag geht, bei der Leistungsfähigkeit und bei einem erholsameren Schlaf. Deshalb ist sie für mich die Grundlage, auf der alles andere aufbaut. Auch für Sie als Inhaber, denn Sie gehören zum Team dazu.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Hersteller von Industriewagen in Berlin hat die Routine für sein ganzes Team eingeführt. Was die Inhaberin danach erlebt hat, hatte sie selbst nicht erwartet: Lebensgefährtinnen ihrer Mitarbeiter kamen auf sie zu und wollten wissen, was im Betrieb passiert sei. Ihre Männer kämen nach der Arbeit mit mehr Energie nach Hause. Statt sich nur noch aufs Sofa zu legen, wollten sie wieder etwas unternehmen.
Ein einzelner Betrieb, aber eine Geschichte, die zeigt, worum es geht: Energie, die über den Feierabend hinaus reicht. Für Ihre Mitarbeiter und für deren Familien.
Fazit: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt
Der Krankenstand im Winter lässt sich nicht wegplanen. Aber Sie können dafür sorgen, dass Ihr Team gut aufgestellt in diese Monate geht. Die fünf Maßnahmen oben können Sie schon morgen umsetzen. Und wenn Sie etwas suchen, das jeden Tag stattfindet, ganz gleich wie voll der Kalender ist, dann lohnt sich ein Blick auf die 2×8-Minuten-Routine.
Ich stelle sie Ihnen gern persönlich vor, direkt in Ihrem Betrieb im Raum Soest, Hamm, Dortmund, Unna, Paderborn, Lippstadt und im Sauerland. Die Vorstellung dauert etwa eine Stunde und ist für Sie kostenlos.